Ökologie Ökonomie Biologie

Ökologie Ökonomie Biologie

Als Vater der Ökologie wird der dänische Botaniker und Entdecker Johannes Eugenius Bülow Warming angesehen. Charles Darwin, Aldo Leopold, Justus von Liebig und auch Ernst Haeckel, sowie Karl August Möbius und auch Ellen Swallow Richards, ebenso wie August Thienemann und Arthur George Tansley zählen allerdings als Begründer der Ökologie. Der Begriff Ökologie (zusammengesetzt aus oikos – Haus, Haushalt und logos – die Lehre) stellt ein Teilgebiet der Biologie dar und befasst sich mit den diversen Wechselbeziehungen unterschiedlicher Organismen in einem einzigen System untereinander, sowie mit ihrer Umwelt direkt.

Die Ökologie selbst, ist im Kontrast zu diversen weiteren Teilbereichen der Biologie, noch als recht jung anzusehen, denn erste genaue Definitionen des Wortes sind auf Ernst Haeckel, einem überzeugten Darwinisten, und das Jahr 1866 zurück zu führen, welcher in der Ökologie das perfekte Zusammenspiel der Organismen und den Kampf um das jeweilige Dasein sah. Seiner Ansicht nach war unter dem Wort Ökologie die ganzheitliche Wissenschaft von (Zitat) „unterschiedlichen Beziehungen der Organismen zur umgebenden Außenwelt, wohin wir im weiteren Sinne alle Bedingungen der Existenz rechnen können.“

Andere, neuere Definitionen wiederum lassen verlauten, die Ökologie sei die wissenschaftliche Ergebniserbringung des Energie- und auch des Stoffhaushaltes in der sogenannten Biosphäre, sowie der dazugehörigen unteren Einheiten, wie in etwa das sogenannte Ökosystem. Und auch beinhaltet die Ökologie das Ergebnis von Wechselbeziehungen zwischen den zu differenzierenden Organismen und welchen Einfluss die auf sie direkt wirkenden belebten und unbelebten Umweltfaktoren besitzen. 1985 wurde die Definition allerdings erweitert, sodass es heißt, die Ökologie sei diejenige Wissenschaft, welche sich mit den wechselhaften Beziehungen befasst, welche eine Bestimmung durch die Verbreitung und das Vorkommen solcher vornehmen. Die aktuellste Definition der Ökologie, welche sich auch in den heutigen Schulbüchern wieder finden lässt (zum Beispiel im Schroedel, Ausgabe 2005) besagt, dass die Ökologie das Zusammenwirken von biotischen als auch abiotischen Faktoren zwischen und auch in einem Ökosystem selbst untersucht. Des Weiteren steht geschrieben, die Ökologie sei die Wissenschaft der Wechselbeziehungen, welche die genaue Verbreitung diverser Lebewesen bestimmen kann, darunter deren genaue Lebensbedingungen und auch die Häufigkeit. Folglich definiert die Ökologie die Wirkung bzw. die Beziehung von unterschiedlichen Lebewesen in ihrer Umwelt untereinander. Eine Herausforderung bei der Untersuchung solcher Systeme besteht in der Berücksichtigung jedes System. Einzelheiten, welche artbezogen spezifiziert sind, sind eher nebensächlich. Es kommt auf die Komplexität an, denn das Wissen über genau detaillierte Einzelheiten ist nur über experimentelle als auch über mathematisch-statistische Methoden zu erlangen. Bei der ökologischen Betrachtung der Wechselwirkungen von zu differenzierenden Lebewesen in und gegenüber ihrer Umwelt direkt werden sowohl die biotischen, also die belebten Faktoren, und ebenfalls die abiotischen, somit die unbelebten Faktoren zu bestimmten Systemzusammenhängen geführt, womit durch ein Gedankenexperiment allein schon ein Ökosystem dargestellt wird. Die Forschung im Bezug auf die Ökologie wird mittlerweile durch unterschiedliche Basen, welche sich Biozönosen (Lebensgemeinschaften) oder auch Biotope nennen, separiert oder sie basieren direkt auf den Erkenntnissen über Populationen bestimmter Arten.

Besondere Anwendung findet die Ökologie vor allem in der Genetik als auch in der heutigen Evolutionstheorie und ebenso auch in Geowissenschaften wieder. Die Teilbereiche der Ökologie und auch die Ökologie selbst sind auf bedeutende Weise angewiesen auf Techniken und Ergebnisse der Forschungen diverser anderer Wissenschaftsteilbereiche und werden je nach Problem ebenso in der Klimatologie, der Geografie, der Geologie und auch der Psychologie genutzt. Vor allem aber spielt die Ökologie neben der Grundlagenforschung direkt eine große Rolle, in welcher der Versuch vorgenommen wird, durch gedankliche Experimente das Verhältnis der ökologischen Systeme zur Lösung wirklich vorhandener Herausforderungen herauszufinden. Dabei wird insbesondere auf die Bedeutung von Ökosystemen in der Forst- und auch in er Landwirtschaft eingegangen, wie auch auf den Natur- und Artenschutz.

Durch ein größeres Umweltbewusstsein, welches sich in der zweiten Hälfte nach 1950 bis heute entwickelte, erweiterte sich der Begriff der Ökologie, und die daraus resultierenden Ergebnisse werden seit dieser Zeit auf beträchtliche Art und Weise direkt auf unsere menschliche Gesellschaft assoziiert, sodass sie auch in politischen Argumenten wiederzufinden ist, um das Verhältnis des Menschen gegenüber seiner Umwelt direkt genaustens darstellen zu können. Der Begriff Ökologie hat dadurch in vieler Hinsicht eine Bedeutungserweiterung oder -verschiebung erfahren und bezeichnet häufig auch die Lehre bzw. Handlungsweisen, die dem Umweltschutz dienen.

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