Heizölpreise im Jahr 2007

Heizölpreise im Jahr 2007

Heizölpreise im Jahr 2007

Heizölpreise ändern sich täglich und sind ständigen Schwankungen unterworfen. Bereits innerhalb einer Woche können sich die Preise deutlich verändern. Der durchschnittliche Tagespreis in Deutschland betrug zum 01.10.2007 63,0 Euro pro 100 Liter. Die Preise sind jedoch regional etwas unterschiedlich. Im Süden Deutschlands beispielsweise sind die Heizölpreise seit dem Frühjahr stark gestiegen. Dieser enorme Preisdruck ist in der hohen Zurückhaltung der Verbraucher zu begründen.

Heizölpreise sind weitestgehend preisunelastisch. Das bedeutet, dass bei einer Preiserhöhung die Nachfrage der Verbraucher nur gering zurückgeht. Dies ist auf eine beschränkte Konkurrenz zurückzuführen. Es gibt nur wenige Anbieter, allerdings viele Nachfrager. Man spricht in diesem Zusammenhang von einem Markt im Angebotsoligopol, wenn nicht sogar beschränktem Angebotsmonopol. Heizölpreise sind abhängig von den Erwartungen der Verbraucher bezüglich der Temperaturen des Winters. Ein weiterer Faktor für die Preisentwicklung ist der US-Dollar, da der Rohölpreis in US-Dollar berechnet wird bedeutet ein Eurorückgang gegenüber dem US-Dollar generell gleichzeitig eine Verteuerung des Heizöls im Euroraum. Ebenfalls ist die Höhe des Lagerbestandes an Rohöl ein Indikator für den Preis. Es besteht ein Knappheitsproblem hinsichtlich dieses Gutes. Globale Gründe wie Kriege, Abschwung bzw. Aufschwung der Weltwirtschaft sind wichtige Preisbildungsfaktoren. Weitere aktuelle preistreibende (=bullische) Einflüsse:

Hurrikan sorgen am Golf von Mexiko, OPEC erhöht die Quoten ungenügend, Chinas Wirtschaft boomt, Versorgungsengpässe für 2012 werden prognostiziert. Preisdrückende (=bärische) Einflüsse wären beispielsweise eine Konjunkturabkühlung in den USA, US-Rohöllager sind gut gefüllt. Die fünf wichtigsten Rohöl liefernden Länder waren im letzten Jahr Russland, Norwegen, Großbritannien, Kasachstan und Libyen, welches auch zur OPEC gehört. Die OPEC (=Organisation of the Petroleum Exporting Countries) fördert 40 % der weltweiten Erdölproduktion und verfügt über drei Viertel der weltweiten Erdölreserven. Ziel der OPEC ist eine gemeinsame Ölpolitik, um sich gegen einen Preisverfall abzusichern.

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