Erdwärmeheizungen haben Zukunft

Erdwärmeheizungen haben Zukunft

Die Erdwärme (auch Geothermie) entsteht im Erdinneren durch den Zerfall radioaktiver Isotope von Kalium (40), Uran (235 u. 238) und Thorium (232). Auf Grund der Langlebigkeit dieser Isotope zählt Erdwärme zu den erneuerbaren Energien. Bei einer geschätzten Wärmeleistung von 16 TW errechnet sich ein durchschnittlicher Wert von 32mW pro Quadratmeter.

Besonders lukrativ ist die Nutzung der Erdwärme an tektonisch aktiven Orten, zum Beispiel an Orten wo zwei Kontinentalplatten aneinanderstoßen und das Magma nahe an die Oberfläche gedrückt wird. Das erste Kraftwerk, das 1913 aus Erdwärme Strom erzeugte stand in der Toskana und hatte eine damals sehr beträchtliche Leistung von 220 kW. Durch die in Deutschland nötigen Bohrtiefen von über 3km war die Nutzung der Erdwärme zur Stromerzeugung unter ökonomischen Gesichtspunkten bislang nicht lukrativ. Mit dem Abbau der Atomenergie hat sich dieses jedoch geändert und Energie aus Erdwärme rückt zusehend in den Fokus der Wirtschaft.

Speziell im privaten Sektor hat sich hier in den letzten Jahren einiges verändert. So bieten eine Reihe von Firmen mittlerweile Erdwärme als Alternative zur Gas- oder Ölheizung an. Die hier benötigte Bohrung ist wesentlich kleiner als bei einem Kraftwerk, jedoch das Prinzip ist dasselbe. Wasser wird in einem Rohr unter die Erde gepumpt und nach dem Durchlauf wird seine gespeicherte Wärmeenergie genutzt.

In der Anschaffung kostet eine Wärmepumpe zwar im Schnitt 12000-15000€, allerdings sind ihre Betriebskosten im Vergleich mit einer Ölheizung, gerade unter Betrachtung der steigenden Preise von fossilen Brennstoffen, wesentlich geringer. Sodass sich eine Investition in Erdwärme langfristig nicht nur ökologisch, sondern auch ökonomisch auszahlt. Der Einsatz von Erdwärme auf gewerblichen genutzten Flächen wird durch das CO²-Minderungsprogramm unterstützt. Hier lohnt sich auf jeden Fall eine Anfrage beim örtlichen Heizungsbauer

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