Mit der Erdwärme wird der Menschheit eine alternative Heizmethode zur Verfügung gestellt. Auch gebräuchlich anstatt Erdwärme ist der Begriff Geothermie. Es handelt sich dabei um eine nicht versiegende Energiequelle. Ein Prozess läuft in der Umwelt ab und dabei kommt es zur Wegnahme von Energie. Diese gewonnene Energie kann dann mit technischen Mitteln weiterverarbeitet werden. Bei der Erdwärme ist die Wärme gemeint, die ganz oben in der Erdkruste ihren Speicherort hat. Es ist möglich, der Erdkruste diese Wärme zu entziehen und sie so nutzbar zu machen. Auch ist es möglich, mit der Erdwärme zu heizen und zu kühlen. Alle diese Vorgänge werden mit einer Wärmepumpe möglich gemacht. Sogar die Erzeugung von elektrischem Strom kann mit Hilfe der Erdwärme in die Tat umgesetzt werden. Zudem wird bei Erdwärme noch eine weitere Unterteilung in die unterschiedlichen Quellen vorgenommen. Dabei wird unterschieden zwischen der oberflächennahen und der tiefen Geothermie.
Bei der ersten Variante kommt es immer zu einer direkten Nutzung der Energie. Hier kommt auch die bereits erwähnte Wärmepumpe zum Einsatz. Die tiefe Geothermie beschäftigt sich mehr mit der Nutzung am Wärmemarkt. Auch von einer indirekten Erzeugung von elektrischem Strom kann hier die Rede sein. Bei der Erdwärme kann außerdem differenziert werden zwischen Hoch- und Niedrigenthalpiestätten. Bei der tiefen Erdwärme ist es so, dass eben weiter ins Innere der Erdkruste vorgestoßen werden muss. Dort herrschen auch um einiges höhere Temperaturen als noch direkt an der Oberfläche. Es ist völlig normal, dass im selben Gebiet die Temperaturunterschiede einige hundert Grad betragen. Ein Vulkan an der Erdoberfläche ist beispielsweise eine Hochenthalpiestätte. Diese finden weltweit Verwendung beim Gewinnen von Energie.
Die Erdwärme kann längerfristig als Energiequelle eingeplant werden. Vorräte in der Erdkruste reichen ungefähr noch über 100 000 Jahre lang. Diese Form der Energie wird auch schon lange genutzt. Die Vorfahren der heutigen Menschen haben sich die Geothermie beispielsweise zunutze gemacht, um Wasser zum Kochen zu erwärmen. In Frankreich existiert sogar ein auf Erdwärme basierendes Fernwärmenetz. Dieses wurde auch schon aufgebaut im 14. Jahrhundert.